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Rohstoffe, Risiken und Rechnungen: Mathematik als Schlüssel zur Nachhaltigkeit
27.03.2026
Wie lässt sich Nachhaltigkeit eigentlich präzise messen? Dieser spannenden Frage gingen 18 leistungsstarke Oberstufenschüler*innen oberfränkischer Gymnasien im Rahmen der Begabtenförderung an der Universität Bayreuth nach.
Der Lehrstuhl für Ökologische Ressourcentechnologie (ÖRT) gab den Jugendlichen tiefe Einblicke in die moderne Nachhaltigkeitsforschung. In ihrem Vortrag „Rohstoffe: Ihre Risiken, Routen und Rechnungen“ verdeutlichte Doktorandin Riccarda Hieke, dass eine zukunftsfähige Wirtschaft weit mehr benötigt als nur gute Absichten: Sie braucht mathematische Präzision.
Von globalen Systemen zu konkreten Zahlen
Im Zentrum der Veranstaltung stand die Betrachtung von Produkten als globale Materialsysteme. Die Schüler*innen lernten, wie komplexe Materialströme durch wissenschaftliche Methoden wie die Materialflussanalyse und die Ökobilanzierung überhaupt erst sichtbar und bewertbar werden.
Dabei blieb es nicht bei der Theorie:
- Methodik: Vorstellung mathematischer Modelle zur Erfassung von Umweltauswirkungen.
- Anwendung: In praktischen Beispielrechnungen konnten die Teilnehmenden das Gelernte direkt anwenden und kalkulieren, welche Risiken und Wege hinter unseren alltäglichen Rohstoffen stecken.
- Erkenntnis: Mathematik ist das Werkzeug, um Nachhaltigkeit von einem abstrakten Begriff in eine mess- und steuerbare Größe zu verwandeln
„Eine zukunftsfähige Wirtschaft braucht den Blick auf Rohstoffe, ihre Risiken und die Routen der Materialflüsse. Und Mathe hilft dabei.“
Ein herzliches Dankeschön geht an Riccarda Hieke für ihr engagiertes Outreach-Projekt sowie an die Schüler*innen, die mit großem Interesse und mathematischem Geschick bei der Sache waren.