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FAKULTÄT FÜR INGENIEURWISSENSCHAFTEN

Lehrstuhl für Ökologische Ressourcentechnologie – Prof. Dr.-Ing. Christoph Helbig

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Forschung am See 2026: Drei Tage Materialflüsse am Wöhrdersee

13.10.2026

Vom 7. bis 9. Oktober 2026 traf sich die an der Universität Bayreuth angesiedelte Forschungsgruppe von Prof. Christoph Helbig (Lehrstuhl für Ökologische Ressourcentechnologie) im Novina Hotel Wöhrdersee in Nürnberg zu ihrem dritten Research Retreat „Forschung am See”. In diesem Jahr war das Retreat zugleich eine kleine Konferenz: Forschende aus der Gruppe und Gäste stellten ihre Arbeiten vor und brachten ihre Expertise in das Projekt SEMPATHY ein. Mit dabei waren die externen Doktorand:innen Alexandra Belyaeva (Robert Bosch) und Lukas Spindler (TH Deggendorf) sowie das künftige Teammitglied Pascal Seel. Erstmals nahmen auch die neuen SEMPATHY-Mitglieder Shuangmei Li als Postdoc und Jasmin Pattany als Doktorandin teil.

Prof. Dr.-Ing. Christoph Helbig eröffnete das Retreat mit einer Forschungsvision für die Gruppe, das Projekt SEMPATHY und die Industrial Ecology insgesamt. Anschließend stellte Dr. Shuangmei Li ein neuartiges, verallgemeinertes Framework zur Berechnung dynamischer, zusammensetzungsbezogener Material- und Bestandsflüsse vor, und Jasmine Pattany präsentierte eine Zusammensetzungshierarchie von Produkt über Komponente und Material bis zu den Elementen. In einem Workshop erarbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam, wie diese beiden Ansätze zusammenhängen.

Am Donnerstag sprachen die Gastforscher des Projekts SEMPATHY, Stefan Pauliuk (Universität Freiburg), Dominik Wiedenhofer (BOKU Wien) und Lars Wietschel (Universität Augsburg), über offene Modellierungsinfrastruktur, die Grenzen der Materialflussanalyse und die Rolle der Zusammensetzung in Kritikalitätsbewertungen. Danach arbeitete die Gruppe an einem gemeinsamen Perspektivartikel zu SEMPATHY. Am Nachmittag stellte Martin Hillenbrand seine Arbeit zur Kreislaufwirtschaft von Lithium-Ionen-Traktionsbatterien vor, und Babatunde Omojola präsentierte seine Forschung zu Prozesssimulation und Ökobilanzierung der Aufbereitung von Kobalt- und Kupfererzen.

Am Freitag sprach Afsoon Aski über die Integration von Prozesssimulation und Ökobilanzierung für die Zinkrückgewinnung aus Stahlwerksstäuben. Alexandra Belyaeva stellte ihre Arbeit zum Einsatz von LLMs und Bayes’scher Statistik für den Umgang mit Unsicherheiten in der automatisierten und prospektiven Ökobilanzierung vor, Lukas Spindler präsentierte seinen Ansatz für eine Materialflussanalyse zum Recycling von Photovoltaikglas, und Riccarda Hieke berichtete aus dem Projekt SOUVERÄN über dynamische Kritikalitäts- und Resilienzbewertungen (CARA), die Migrationsmaßnahmen für Pfade der Energiewende einbeziehen.

Neben dem Programm boten informelle Gespräche in den Kaffeepausen und beim Abendessen Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und von den Gastforschenden wertvolle Einblicke mitzunehmen. Den Abschluss bildete eine Session zu Lessons Learned und einem Ausblick.

Wenn ihr euch für das Projekt SEMPATHY interessiert, findet ihr weitere Informationen hier: https://oert.uni-bayreuth.de/de/forschung/Projekte/Sempathy 

Text: Riccarda Hieke, Martin Hillenbrand Foto: Afsoon Mansouri Aski 

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